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Langzeitprüfung im begrünten Umkehrdach: FIW bestätigt stabile Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/(m·k) bei JACKODUR® EVO

16.02.2026 - Umkehrdächer sind beliebt, weil sie robust sind und sich je nach Planung vielfältig nutzen lassen - vom bekiesten Flachdach bis zum Gründach mit Photovoltaik. Gleichzeitig gilt: Die Dämmung liegt oberhalb der Abdichtung und ist damit dauerhaft einer hohen Beanspruchung ausgesetzt. Niederschlagswasser, Feuchte und Temperaturwechsel wirken über Jahre auf das Material ein.

Genau an diesem Punkt setzt ein Langzeit-Praxischeck an: Das Forschungsinstitut für Wärmeschutz e. V. (FIW in München) hat JACKODUR® EVO 300 Standard Dämmplatten (in 180 mm Dicke) nach drei Winterperioden untersucht, die zuvor in einem begrünten Umkehrdach verbaut waren. Die Laborergebnisse der Entnahmen zeigen eine äußerst geringe Wasseraufnahme sowie Messwerte der Wärmeleitfähigkeit im Bereich des deklarierten Nennwertes, die Druckspannung war größer 342 kPa - ein starkes Signal für ArchitektInnen und PlanerInnen, die im Umkehrdach vor allem eines brauchen: dauerhaft verlässliche Kennwerte.

Dämmung unter Substrat und Sedum: FIW-Untersuchung nach Praxiseinsatz

Für die Untersuchung entnahm das FIW München die Proben aus einem begrünten Umkehrdach eines Mehrfamilienhauses in Mettmann. Der Systemaufbau umfasste u. a. eine Substratschicht (mit Sedum-Vegetation), Drainage sowie eine wasserableitende Trennlage oberhalb der Dämmung.

Die Zielsetzung der Untersuchung: Die Eignung und Dauerhaftigkeit der XPS-Dämmplatten für die Anwendung im Umkehrdach über eine mehrjährige Nutzungszeit zu bewerten – mit Fokus auf Wärmeleitfähigkeit, Druckverhalten und Feuchtegehalt im Labor.

Messergebnisse im Überblick:
geringe Feuchte - Wärmeleitfähigkeit im Nennwertbereich - Druckfestigkeit über Deklarationswert

Die Laborwerte zeigen ein klares Bild:

  • Sehr niedrige Feuchtegehalte der Dämmplatten (0,23 bis 0,41 Vol.-%, Mittelwert ca. 0,35 Vol.-%)
  • Wärmeleitfähigkeitswerte der feuchten Proben bei max. 0,0321 W/(m·K), und damit im Bereichdes deklarierten Nennwertes0,032 W/(m·K)
  • Druckspannung bei 10 % Stauchung im feuchten Zustand > 342 kPa

Diese Ergebnisse unterstreichen eindrucksvoll, dass JACKODUR® EVO im Umkehrdachaufbau nicht nur rechnerisch, sondern auch nach mehrjährigem Praxiseinsatz leistungsstabil bleibt.

Tino Dannenberg, Produktmanager bei JACKON Insulation by BEWI hat die Untersuchung begleitet: „Im Umkehrdach zählt am Ende nicht das Versprechen, sondern der Nachweis im Praxisbetrieb. Die Langzeiterfahrungen kann man unter realen Einsatzbedingungen im Objekt gewinnen. Nur so lässt sich die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Dämmplatten zuverlässig beurteilen. Dass die FIW-Messwerte nach mehreren Jahren Einbauzeit im begrünten Umkehrdach im Bereich unseres deklarierten λ-Wertes liegen, bestätigt genau die Produktqualität.“

Trennlage mitgeprüft: Dachvlies bleibt diffusionsoffen

Auch Proben der diffusionsoffenen Trennlage JACKODUR® Dachvlies WA wurden entnommen und auf Wasserdampfdurchlässigkeit geprüft. Die Messergebnisse lagen nach Nutzungszeit weiterhin unterhalb des deklarierten sd-Wertes von 0,1 m. Es ist damit nicht von einer verschmutzungs- oder alterungsbedingten Beeinträchtigung der Dampfdiffusion auszugehen.

Die Systemkomponente bleibt somit auch nach Jahren funktional - ein wichtiger Punkt im Kontext der Planung, wenn Gründachaufbauten langfristig wartungsarm und zuverlässig funktionieren sollen.

Einlagigkeit bis 400 mm: schnellerer Bauablauf, mehr Terminsicherheit, gesicherte Bauphysik

Neben den stabilen Kennwerten ist im Projektgeschäft eine schnelle und sichere Ausführung ein entscheidender Faktor: Die einlagige Verlegung bis 400mm ist hier ein klares Plus, das sich am Ende in Termin- und Kostensicherheit auszahlt.

Zusätzlich gilt: Bei einlagiger Verlegung ist die im mehrlagigen Aufbau diskutierte Bildung eines Wasserfilms zwischen zwei Dämmlagen konstruktiv nicht gegeben - ein bauphysikalisch wichtiges Detail, das im Umkehrdach zählt.

BBA-Zertifizierung für Bauvorhaben mit internationalem Kontext

JACKODUR® EVO 300 ist in Großbritannien für die Anwendung als Umkehrdachdämmung BBA-zertifiziert (Zertifikat 21/5944). Das British Board of Agrément (BBA) zählt zu den etablierten, unabhängigen Prüfinstanzen im britischen Bauwesen. Eine BBA-Zertifizierung wird in Spezifikationen häufig als belastbarer Nachweis für Eignung, Leistungsfähigkeit und Dauerhaftigkeit herangezogen - insbesondere dann, wenn Planende eine klare, externe Grundlage für Produktauswahl und Ausführungsdetails benötigen.

JACKODUR® EVO

JACKODUR® EVO bietet als konsequente Weiterentwicklung der etablierten Multilayer-Technologie von JACKON Insulation by BEWI zentrale Mehrwerte für Planer: Der Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit liegt zuverlässig über alle Dicken hinweg (bis 400 mm) bei λ = 0,033 W/(m·K).

Ausschreibung und Nachweisführung werden so erheblich vereinfacht: Dämmstoffdicken können im Projekt flexibel variiert werden, ohne dass sich der Lambda-Wert verändert. Das schafft Klarheit in Bauteilaufbauten und in der Detailplanung.

Bei der Herstellung setzt JACKON Insulation by BEWI auf eine umweltfreundliche Ausrichtung: Der Zellinhalt besteht aus Luft, das Produkt ist frei von HBCD-Flammschutzmitteln sowie frei von FCKW/HFCKW/HFKW-haltigen Treibmitteln.

Zusammenfassung

Produkt: JACKODUR® EVO 300 Standard (XPS-Dämmung in Multilayer-Technik produziert)
Anwendungsschwerpunkte: Umkehrdach (bekiest / begrünt), außerdem als Perimeterdämmung, Kelleraußenwanddämmung, Kerndämmung, Dämmung unter Estrich
Dicken: 40 - 400 mm (einlagige Verlegung bis 400 mm)
Wärmeleitfähigkeit: λD = 0,032 W/(m·K) (konstant über alle Dicken); Bemessungswert λ = 0,033 W/(m·K)
Druckfestigkeit (deklar.): 300 kPa
Langzeit-Praxischeck durch das FIW, im begrünten Umkehrdach: sehr geringe Wasseraufnahme; Wärmeleitfähigkeit der feuchten Probe max. 0,0321 W/(m·K); Druckspannung bei 10 % Stauchung > 342 kPa (Quelle: Untersuchungsbericht FIW München)

Bilder zur Meldung

  • Langzeitprüfung im begrünten Umkehrdach: FIW bestätigt stabile Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/(m·k) bei JACKODUR® EVO
    Bild 1 / 8: Neben der Wärmedämm-Proben wurden zusätzlich Stücke des JACKODUR® WA Dachvlieses entnommen.
  • Langzeitprüfung im begrünten Umkehrdach: FIW bestätigt stabile Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/(m·k) bei JACKODUR® EVO
    Bild 2 / 8: Hier fand die Probenentnahme statt: Das Mehrfamilienhaus hat einen Umkehrdachaufbau mit Begrünung.
  • Langzeitprüfung im begrünten Umkehrdach: FIW bestätigt stabile Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/(m·k) bei JACKODUR® EVO
    Bild 3 / 8: Die Proben wurden an zwei unterschiedlichen Stellen der Dachfläche entnommen.
  • Langzeitprüfung im begrünten Umkehrdach: FIW bestätigt stabile Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/(m·k) bei JACKODUR® EVO
    Bild 4 / 8: Die Begrünung des Daches weist einen starken Bewuchs durch Moos und Kleinpflanzen auf.
  • Langzeitprüfung im begrünten Umkehrdach: FIW bestätigt stabile Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/(m·k) bei JACKODUR® EVO
    Bild 5 / 8: Das Flachdach wurde als Null-Grad-Dach gebaut.
  • Langzeitprüfung im begrünten Umkehrdach: FIW bestätigt stabile Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/(m·k) bei JACKODUR® EVO
    Bild 6 / 8: In der Nacht vor der Entnahme hatte es geregnet: An einer der beiden Entnahmestellen wurde nach dem Ausbau der Dämmplatten stehendes Wasser auf der Dachabdichtung gefunden.
  • Langzeitprüfung im begrünten Umkehrdach: FIW bestätigt stabile Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/(m·k) bei JACKODUR® EVO
    Bild 7 / 8: Eine Durchwurzelung des Dachvlieses JACKODUR® WA konnte nicht festgestellt werden.
  • Langzeitprüfung im begrünten Umkehrdach: FIW bestätigt stabile Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/(m·k) bei JACKODUR® EVO
    Bild 8 / 8: Über der Dämmschicht befinden sich das Dachvlies JACKODUR® WA (diffusionsoffen und wasserableitend), 20 mm Drainagematte vlieskaschiert sowie 100 mm Substrat mit Sedum-Vegetation.

Ihr Ansprechpartner

Helena Platte
Marketing/Public Relations
+49 (0) 5204 99 55 330